20.06.2016

Montagsfreuden


Mit ein wenig Wehmut schreibe ich nun diesen Post, der letzte Montag mit dem gemeinsamen Nähen  hat begonnen.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, schade das St. Andreasberg keine neuen Flüchtlinge mehr zugewiesen werden. 

Stolz hat uns vor allem gemacht, das wir so vielen Menschen den Aufenthalt in der Unterkunft angenehm und abwechslungsreich gestalten konnten.

Es war ein herzliches Verhältnis untereinander von dem wir alle profitiert haben.

Die Bilder, die ich euch heute zeige, sind von den Dingen, die in der letzten Woche entstanden sind.

Viel gibt es nicht mehr zu sehen, denn es waren nur noch 5 Damen anwesend, die anderen haben nun alle einen neuen Wohnort bekommen.



Wieder sind Taschen entstanden aus Miriam Dornemanns Buch Taschen nähen die Tasche Mustermix ist eine Tasche, die sich zum Schluss noch viele Frauen genäht haben.




Genau so wie die Tasche Mona mit Schwung, viele Damen haben die gleiche Stoffauswahl genommen, da sie sie bei den anderen schick fanden.





Hier musste einmal meine Schwester Model spielen, da viele Damen sich nicht gerne fotografieren lassen und vor allem nicht so viel Haut zeigen wollen.







                                             Etwas zum bändigen der Haare wurde wieder genäht.




Eine Hose für einen jungen Mann, und ein Sommerkleid für die Mama. Die Mama hat nun in den Wochen die sie bei uns war das nähen erlernt, für sie war es auch eine Art Therapie, wir freuen uns über ihre Fortschritte.



Etwas Schmuck für die Hände, die Ohren, Ein Armband und ein Haarreif wurden ein Geschenk für die Enkeltochter, genau so wie die Topflappen und das Armband für andere Familienmitglieder.

Eine liebgewordene Dame, hat hat diese Dinge fertiggestellt.
Sie hat keinen Nähtag ausgelassen und auch viel für andere genäht.Sie ist nun auch in einen neuen Ort gezogen, ich denke zu dem Rest ihrer Familie.

Sie hat sich am letzten Tag auch einen schwarzen Rock genäht, den ich leider vergessen habe zu fotografieren.


Hier bei der Arbeit des Rockes, ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute und das sie hier ein schönes zu Hause gefunden hat.


Der Montag gehörte für die Bewohner der Einrichtung in St. Andreasberg und für mich zu den Montagsfreuden. Deshalb verlinke ich ihn auch bei dieser Linkparty von Anna Legeland die mich auch bei meinem Projekt mit Material so großartig unterstützt hat.


Allen Spendern möchte ich herzlich für die Gaben danken, es war und ist für die Menschen einfach toll gewesen das sie dieses Angebot nutzen können. Ohne euch hätte ich das Projekt nicht in diesem Umfang machen können. 

Es muss sich niemand sorgen machen, alle Dinge, wie Maschinen und Material, die in St. Andreasberg nicht mehr benötigt werden, werden im Anschluss für die Flüchtlingshilfe in Bad Lauterberg, dem Ort in dem ich wohne verwendet.


Ich möchte ich mich bei dem jetzigen Einrichtungsleiter Herrn Jarno Lang und auch bei den vorherigen Einrichtungsleitern der Rehbergkinik bedanken, dass ich diese Möglichkeit hatte. Ich wurde auch hier in allem nach den gegebenen Möglichkeiten unterstützt. 
Auch die Dolmetscher, ohne deren Hilfe die Kommunikation  nicht vernünftig hätte stattfinden können, haben mir sehr geholfen.
Rashid, danke, das du mir, wenn ich nicht dabei sein konnte die Fotos geschickt hast und Miran, danke, das du mir immer meist 2 Übersetzer, in den Sprachen arabisch und farsi , ins Nähzimmer geschickt hast.   

Auch möchte ich mich bei meinen beiden Unterstützern bedanken, Frau Gerda Wehland und Frau Patricia Kunze. die mir viel viel arbeit abgenommen haben. Ohne diese beiden Frauen, hätte ich den Ansturm auf das Nähzimmer nicht so lange durchgehalten.
                                         Wir haben uns gegenseitig wunderbar ergänzt.

Ich werde ab dem Herbst  2 Mal im Monat einen Nähtag mit Flüchtlingen, die eine Wohnung in unserem Ort bekommen haben einrichten. Bad Lauterberg ist vorbildlich in der Flüchtlingshilfe, die von den ehrenamtlichen Helfern sehr gut organisiert ist.

Außerdem bei : Täschchen Tag,  Taschen und Täschchen,

Kommentare:

  1. So schöne Sachen! Genieße den letzten (schnief) Nähmontag!
    LG
    Edith

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  2. Toll das so viele Menschen einen Ort der Zuflucht und der Freude und des Tuns bei und mir dir finden konnten. Nun gönne dir Ruhe und Erholung, damit du bereit bist für neue Abentheuer. LG Ingrid

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  3. Schade, dass die Zeit vorbei ist, aber schön, dass gleichzeitig eine Neue anbricht. Ich bin gespannt,was du uns berichten wirst!

    Liebe Grüße,
    Anna

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  4. es ist schade.. aber auch für dich jetzt erst einmal Zeit durch zu schnaufen
    ich denke ihr habt vielen traumatisierten Frauen etwas Freude geschenkt und ihn ein freundliches "Gesicht " gezeigt..
    gezeigt dass es Mitmenschlichkeit gibt..
    hoffentlich finden diese Menschen dort wo sie nun hinkommen ein ähnliches gutes Verhältnis
    ich finde es eigentlich nicht gut sie wieder aus der inzwischen vertrauten Umgebung herraus zu reißen..
    das ist fast wie ein 2. Mal heimatlos werden..
    und für dich geht es dann später wieder weiter..
    ich wünsche ein gutes Gelingen..und vielleicht finden sich ja auch ein paar deutsche Frauen die nähen lernen wollen und so enstände ein Miteinander..
    eine gemischte Gruppe wäre doch schön..
    liebe Grüße
    Rosi

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  5. Liebe Moni! Es ist so wunderbar was ihr für Freude mit eurem Nähprojekt verbreitet habt. Das war auf den Bildern immer sehr ersichtlich und ihr habt ja auch noch so tolle Sachen genäht! Du wirst bestimmt noch vielen eine Freude mit deinen eigens organisierten Nähtagen bereiten, musst also nicht so traurig sein! Ich bin auch schon sehr gespannt auf deine kommenden Berichte im Herbst! Bis dahin genieße den Sommer!
    Ganz lieben Gruß!
    Susanna

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